Isabel Thomas berichtet über die logistischen Herausforderungen Nashvilles, einer Stadt ohne nennenswertem öffentlichen Nahverkehr:

Die MLK hat im Gegensatz zur Harpeth Hall und MBA eine Woche Springbreak. Während dieser Zeit sind manche mit ihren Gastfamilien weggefahren, viele sind jedoch hier in Nashville geblieben. Wir haben die freien Tage genossen und haben alle zusammen viel unternommen. Wir sind ins Kino gegangen, haben uns den Campus der Vanderbilt Universität angeschaut oder haben beispielsweise auch eine Fahrradtour gemacht.
Ein negativer Aspekt, den man jedoch stark zu spüren bekommt ist, dass man extrem abhängig von einem Auto ist. Manche der Austauschschüler haben keine Autos, da sie entweder von ihren Eltern gefahren werden oder zum Beispiel die App Uber nutzen, mit der man problemlos von einem Ort zum anderen gelangen kann und pro Fahrt zahlt. Es ist meistens unmöglich zu laufen, da die Distanzen oftmals zu groß sind. Jedoch ist es etwas anderes, nicht einfach in einen Bus oder eine S-Bahn steigen zu können, sondern immer Auto fahren zu müssen. Ich wohne relativ zentral und habe somit meistens nur kurze Strecken zu fahren. Manche der Austauschschüler wohnen jedoch 30 Minuten außerhalb und sind daher natürlich immer an ihre Gasteltern gebunden. Da ein Uber über diese Strecken auch nicht immer ganz günstig ist, kann dies manchmal zum Problem werden. Wenn man sich die Situationen mancher Schüler hier in Nashville anschaut, lernt man die Wiesbadener Infrastruktur erst richtig zu schätzen. Ich bin froh, dass man in Wiesbaden, egal wo man gerade ist, immer eine Möglichkeit hat, sich ohne Auto fortzubewegen.