Namensgeber und Gründer
Namensgeber und Gründer

Erwin Griebling – der Gründer unserer Schule
Die Geschichte der Humboldt-Schule beginnt mit Erwin Griebling. Nach dem Zweiten Weltkrieg gründete er zunächst ein Nachhilfeinstitut und später ein Internat. 1957 entstand daraus das Pädagogium Griebling – die unmittelbare Vorstufe unserer heutigen Schule. Ein Jahr später, 1958, gründete Erwin Griebling die Humboldt-Schule in Wiesbaden. Am 8. Dezember 1965 wurde sie vom Hessischen Kultusministerium als privates Ganztagsgymnasium staatlich anerkannt.
Erwin Griebling hatte Evangelische Theologie, Geschichte, Englisch und Französisch an den Universitäten Marburg, Königsberg und Bonn studiert. Er sprach fließend Englisch und Französisch und verfasste eigene Unterrichtsmaterialien. Eine von ihm geschriebene englische Grammatik wird bis heute im Familienarchiv aufbewahrt.
Von der Gründung im Jahr 1958 bis zu seinem Tod 1980 leitete Erwin Griebling die Humboldt-Schule. Mit der Entscheidung, sie nach Wilhelm von Humboldt zu benennen, stellte er sie bewusst in die Tradition einer umfassenden humanistischen Bildung. Auch das bis heute gültige Schulmotto „Carpe Diem“ geht auf ihn zurück.
Wie sehr seine pädagogische Haltung das Leben der Schule prägte, beschrieb der ehemalige Humboldtschüler und spätere Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Frank Schirrmacher. Er erinnerte sich an eine Schule mit einer eigenen Identität, in der Schülerinnen und Schüler als Menschen und nicht als Nummern behandelt wurden und in der Lehrkräfte und Schulleitung Zeit für sie hatten.
Dieser Anspruch ist bis heute lebendig: junge Menschen persönlich wahrzunehmen, sie zu fordern, ihnen Vertrauen zu schenken und sie auf ihrem eigenen Weg zu begleiten.

Wilhelm von Humboldt – unser Namensgeber
Erwin Griebling benannte seine Schule nach dem Sprachwissenschaftler und Bildungsreformer Wilhelm von Humboldt, einem der Mitbegründer der Berliner Universität.
Humboldt verstand Bildung als Entwicklung des ganzen Menschen. Die Auseinandersetzung mit Sprache, Wissenschaft und Kultur sollte Menschen helfen, selbstständig zu denken und ein eigenes Urteil zu bilden.
Daran knüpfen wir an: Unsere Schülerinnen und Schüler sollen Wissen erwerben, Zusammenhänge verstehen und ihre Auffassung begründen können. Wir bereiten sie auf das Abitur vor und möchten, dass sie dabei Vertrauen in ihr eigenes Denken gewinnen.
Carpe Diem – nutze den Tag
Das lateinische Motto steht bis heute im Dienstsiegel unserer Schule. Für uns heißt das: Die Schulzeit ist wertvolle Lebenszeit. Sie soll Raum bieten, viel zu lernen, eigene Interessen zu entwickeln und Freundschaften zu schließen.
„Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, welche dem Leben seinen Wert geben […]“
Wilhelm von Humboldt