Tagesexkursion der Klassen 6 und 7 im Fach Latein
Den Römern ganz nah
Während der Tagesexkursion in Homburg- Schwarzenacker, einem römischen Vicus (Kleinstadt) konnten die Latein Schülerinnen und Schüler der 6. und 7. Klasse einen Tag verbringen wie die Römer. „Prosit“ hieß es, als wir mit Posca (Essigwasser) in der Taberna von Capitolinus anstießen, dann waren wir gestärkt für die Besichtigung des Hypokaustum- Systems der römischen Villa sowie des großen Lagerkellers eines Verwaltungsgebäudes und der Hauptstraße, die von Läden und Wohnhäusern vor ca. 2000 Jahren gesäumt war. Das Leben damals konnten wir uns sehr gut vorstellen.
Das Highlight des Tages war die Zubereitung der römischen Cena unter den damaligen Bedingungen. Zubereitet wurde ein Mahl aus sechs verschiedenen Speisen und süßem Dessert. Es wurde Korn gemahlen, Panis (Brot) geformt und gebacken, Kräuter wurden geschnitten, gemörsert und mit Schafskäse vermischt. Ebenso wurden Puls (Getreidebrei), Gurkensalat und kleine Hackbällchen eigenständig hergestellt, genauso wie Quark-Grieß- Klößchen und gefüllte Datteln. Gemeinsam haben wir das leckere Mahl genossen und es hat wirklich jeder und jedem geschmeckt. Natürlich aßen wir mit den Händen, denn Besteck gab es damals nicht.
Gestärkt durften wir uns dann mit Hammer und Meißel in Bildhauerei üben und erhielten einen authentischen Eindruck dieses bedeutsamen römischen Handwerks. Dabei kamen unsere große künstlerische Kreativität, unsere Fingerfertigkeit sowie Geduld zum Ausdruck. Und so gestalteten wir unser eigenes Erinnerungsstück an diesen Tag.
Wie kann es anders sein? Am Ende spielten wir römische Brettspiele, wobei wir alle viel Spaß hatten. Und sobald hieß es Abschied nehmen: Vale et gratias agimus!
Text und Bilder: J. Polland-Oppl
